mit musik geht alles besser
die bläserklassen an der gesamtschule wulfen
 
Gesamtschule Wulfen:
Junge Schüler musizieren mit Jalda Rebling
28. Januar 2009
Von Michael Klein
(Ruhrnachrichten)
Eigentlich wollte Jalda Rebling die Stücke aus dem deutsch-jüdischen, dem russischen, jemenitischen und dem sephardischen Sprachraum in kleinen Gruppen einstudieren, doch das war bei der Qualität der jungen Musiker gar nicht nötig: "Das konnte ich in einem Rutsch mit dem ganzen Orchester machen", war Jalda Rebling sichtlich überrascht.
Dass die Gesamtschul-Musiker so gut vorbereitet waren, war der Verdienst von Musik- und Klassenlehrer Thomas Klemme, der das Bläserklassen-Projekt an der Schule leitet.
Ständchen einstudiert
Er hatte die jährliche musikalische "Klausurtagung" mit den Schülern in der evangelischen Bildungsstätte Gahlen diesmal mit der Vorarbeit zu dem Workshop verknüpft. Jalda Rebling hatte ihm zuvor die Noten ihrer Lieder zur Verfügung gestellt.
Besonders freute sich Thomas Klemme, dass er endlich das Lied von "Vi ahin zol ich gen" (Wohin soll ich gehen) mit den Schülern präsentieren konnte, als Ständchen für Jalda Rebling. Musiklehrer-Kollege Gerd Kürner hatte Thomas Klemme das Arrangement anlässlich der Verlegung der Stolpersteine in Dorsten zur Verfügung gestellt, dort konnten die Schüler das Lied aus organisatorischen Gründen jedoch nicht aufführen.
Workshop-Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren
Ingrid Sommer vom Dorstener Kulturbüro, das die Veranstaltungen mit den beiden Berliner Künstlerinnen anlässlich des Holocaust-Gedenktages organisiert hatte, zeigte sich angetan von den Begegnungen zwischen den Schülern und den Vertreterinnen einer "unterbrochenen Kultur".
Ruhrnachrichten 28.01.2009
Foto: Klein
WULFEN
Die Vielfalt jüdischer Musik jungen Schülern sinnlich begreifbar machen, das war das erklärte Anliegen der Berliner Künstlerin Jalda Rebling, die am Mittwoch einen Vormittags-Workshop an der Gesamtschule Wulfen leitete. Und voll des Lobes über die Sechst- und Siebenklässler war: "Ihr seid richtig gut drauf."
Die Musikerin, die tags zuvor mit Anna Adam im Jüdischen Museum zu Gast war, übte mit den Bläserklassen der Schule vier jüdische Lieder ein, übersetzte deren Texte, erläuterte die Hintergründe. Ob poetische Liebeslieder oder Stücke aus der religiösen Tradition - die Schüler waren konzentriert bei der Sache.